COVID-19

Informationen zum neuen Coronavirus (2019-nCoV) aus unserer Praxis.
Wir führen Abstriche, Tests und Blutabnahmen auf COVID-19 durch und beraten Sie umfassend zum Thema.

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05.07.2020

Wie verläuft die Diagnostik auf COVID-19?

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19: 1. Der Abstrich/PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, …

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19:
1. Der Abstrich/PCR-Untersuchung: Bei Vorliegen von Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen) ist ein Nasen-/Rachenabstrich sinnvoll. Mittels dieser sogenannten PCR-Untersuchung kann das Virus direkt nachgewiesen werden. Der Test wird von der Krankenversicherung bezahlt, wenn ein Krankheitsverdacht vorliegt, also typische Symptome vorhanden sind. Das Ergebnis liegt spätestens am Folgetag vor.
Falls die Frage der aktuellen Infektiosität einer Person geklärt werden muss (Reisen, Besuche von Verwandten, berufliche Fragestellung) kann der Test auch ohne das Vorliegen von Symptomen durchgeführt werden. In diesem Fall muss der Patient aber die Kosten selbst tragen. Diese liegen bei ca. 100 Euro. Wir informieren Sie gerne detailliert über Gebühren und Ablauf.
2. Der Antikörper-Test: Dieser Test weist Antikörper gegen das Virus nach, zeigt also an ob man eine Infektion durchgemacht hat. Wahrscheinlich sind Patienten nach Infektion geschützt vor weiteren Ansteckungen - dafür gibt allerdings noch keinen Beweis, wir warten noch auf die Bestätigung durch Studien. Der Test macht frühestens Sinn ab dem 10. Tag nach dem Auftreten von Atemwegssymptomen, da der Körper etwas Zeit für die Antikörperbildung benötigt.
Die Kosten für den Antikörper-Test wird nicht von den Krankenkassen übernommen, diese liegen bei ca. 30 Euro. Wir klären das mit Ihnen im Gespräch vor der Blutabnahme!

28.06.2020

Unsere aktuelle infektiologische Sicht auf die Pandemie

Zur Maskenpflicht: Wir haben uns halbwegs gewöhnt an das Tragen von Schutzmasken: beim Einkaufen, in der Bahn, auf dem Weg zur Toilette im Restaurant. Inzwischen bestätigen …

Zur Maskenpflicht:
Wir haben uns halbwegs gewöhnt an das Tragen von Schutzmasken: beim Einkaufen, in der Bahn, auf dem Weg zur Toilette im Restaurant. Inzwischen bestätigen zahlreiche zuverlässige Studien, wie gut der Schutz durch solche Masken tatsächlich ist und wie stark diese zur Kontrolle der Infektionsausbreitung beitragen können. Wir unterstützen deshalb den Aufruf der Gesundheitsbehörden, bei engem Kontakt mit anderen Menschen möglichst konsequent einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Auch bei uns in der Praxis wird diese Maßnahme selbstverständlich umgesetzt.

COVID in unserer Praxis:
In Übereinstimmung mit den aktuellen deutschlandweiten epidemiologischen Daten können auch wir vermelden, dass wir in den letzten Wochen trotz häufig durchgeführter Abstriche keine COVID-Fälle mehr nachweisen konnten. Wir freuen uns über zwei Aspekte: 1) wir werden als Corona-Kompetenzzentrum von Patienten wahrgenommen und führen eine große Anzahl an Abstrichuntersuchungen durch. 2) Die Epidemie ist in Deutschland aktuell unter recht guter Kontrolle, positive Fälle sind selten und können dank der hohen Kapazitäten für Abstriche schnell identifiziert werden

Zur Corona-Warn-App:
Wir bitten alle unsere Patienten, die Corona-Warn-App zu installieren. Je mehr Menschen diesem Ratschlag in Deutschland folgen, desto einfacher wird die Identifikation von Risikopatienten. Datenschutzbedenken konnten größtenteils ausgeräumt werden, die Sicherheit der App ist immens hoch. Unterstützen Sie die Gesundheitsbehörden in ihrer wichtigen Arbeit durch die Installation auf Ihrem Handy. Selbstverständlich stehen wir für Abstrichuntersuchungen zur Verfügung, sollte Ihre App einen Risikokontakt melden!

Was erwarten wir von den kommenden Monaten:
Wir gehen von einer verstärkten COVID-Krankheitsaktivität in Deutschland in den kommenden Monaten aus. Vor allem bei kälterer Witterung wird es wahrscheinlich immer wieder zu kleineren Ausbrüchen kommen. Da ein Großteil der Bevölkerung gut informiert ist und sich bei Krankheitssymptomen rasch in kompetenten Abstrichzentren vorstellen kann, ist jedoch damit zu rechnen, dass diese Ausbrüche schnell gekappt werden können.
Angesichts der weltweiten Verbreitung des Virus in verschiedenen Erdteilen ist jedoch mit starken Einschränkungen der möglichen Reisetätigkeit zu rechnen. Hier muss immer wieder auf die aktuelle Ausbruchssituation geachtet werden.
Insgesamt finden wir, dass unsere Gesundheitsbehörden, ein Großteil der Politiker und das Gesundheitssystem mit Krankenhäusern und Praxen im Kampf gegen das Coronavirus eine sehr gute Arbeit geleistet hat. Wir vertrauen den Maßnahmen unserer Regierung und unterstützen diese nach Kräften. Wir freuen uns, dass wir in unserer infektiologischen Schwerpunktpraxis einen Anteil zur Bekämpfung der Pandemie leisten können!

28.06.2020

Maßnahmen in unserer Praxis zum Schutz vor Ansteckung

Liebe Patienten! Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten …

Liebe Patienten!

Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten und Mitarbeitern auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

Hier unsere wichtigsten Maßnahmen:

  • Wir sorgen dafür, dass sich gleichzeitig möglichst wenige Personen in der Praxis aufhalten. Wir erreichen dies durch fest vergebene Termine, eine Einlasskontrolle und intelligente Verteilung der Patienten in unseren großen Räumlichkeiten.

  • In allen unseren Räumen und an den Zugangspunkten zur Praxis sind Desinfektionsmittel-Spender angebracht. Wir fordern alle Patienten auf, vor Betreten unserer Räume die Hände gründlich zu desinfizieren.

  • Akutpatienten bekommen vorab einen festen Sprechstundenplatz zugewiesen. Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch, dann erfahren Sie einen individuellen Zeitpunkt, zu der Sie in die Praxis kommen sollen. Wir können so die Patientenströme viel besser steuern und Ihre Wartezeit minimieren.

  • Wir haben die Praxis nach Risikobereichen aufgeteilt. Falls Patienten Erkältungssymptome aufweisen werden Sie unmittelbar von den anderen Patienten getrennt, erhalten einen Mund- Nasenschutz, warten separat und werden in einem dafür vorgesehenen Raum schnellstmöglich versorgt. Wir können jeden Kontakt zu symptomfreien Patienten damit verhindern.

  • Im Praxisbereich für Patienten mit Erkältungssymptomen herrschen intensivierte Hygieneregeln, hier wird ständig vom Personal ein hochwertiger (FFP2-) Mundschutz getragen, zwischen allen Patientenkontakten werden Räume und Gegenstände zusätzlich desinfiziert.

  • Unser Personal und alle Patienten müssen dauerhaft Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Im Zusammenwirken mit unseren weiteren Maßnahmen entsteht hierdurch ein deutlich erhöhtes Schutzniveau.

  • Wir überprüfen täglich unsere Maßnahmen auf Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Wir haben zusätzliche regelmäßige Besprechungen im Team eingerichtet, um die Arbeit in der Praxis und den Infektionsschutz ständig optimieren zu können. Unsere ärztlichen Leiter bewerten die Lage der Situation u.a. angesichts der RKI-Meldungen täglich neu und setzen Anordnungen des Gesundheitsamts um. Wir stimmen uns zum Thema auch mit anderen infektiologischen Schwerpunktpraxen und mit den Kollegen der Infektiologie der Uniklinik ab.

  • Vom Händeschütteln zur Begrüßung sehen wir derzeit selbstverständlich ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

18.04.2020

Wer ist besonders gefährdet und warum?

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen. Vor allem ältere …

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen.
Vor allem ältere Patienten sind gefährdet. Es ist noch nicht ganz klar, warum das so ist. Man geht davon aus, dass die Heilungskapazität und die Organfunktion von älteren Patienten gegenüber jungen Patienten beeinträchtigt ist. Der wichtigste Faktor ist aber: Ältere Patienten leiden häufiger unter den Begleiterkrankungen, welche COVID-19 aggressiver machen.
Diese Begleiterkrankungen sind:

  • Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Fibrose - welche mit einer reduzierten Lungenfunktion einhergehen. Dies ist naheliegend, weil die Kapazität der Lunge durch die Infektion mit SARS-CoV-2 schneller an ihre Grenzen kommt. Ein gut behandeltes Asthma ist wahrscheinlich nur ein minimaler Risikofaktor. Raucher sind gefährdet - ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören!
  • Übergewicht scheint ein starker Risikofaktor zu sein. Dies betrifft vor allem Patienten mit besonders starkem Übergewicht.
  • Herzerkrankungen, welche mit reduzierter Herzleistung einhergehen. Eine solche Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden, zum Beispiel einem unbehandelten hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (koronare Herzkerkankung) und einige mehr. Der Grund für den aggressiven Verlauf ist, dass SARS-CoV-2 nicht selten mit einer Beteiligung des Herzmuskels einhergeht, also direkt dadurch die Herzleistung weiter verschlechtern kann. Zudem sind Patienten mit einem schwachen Herz nicht so gut in der Lage, die Störungen in der Lunge durch die Infektion zu kompensieren.
  • Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor, wahrscheinlich wegen der verschlechterten Abwehrfunktion bei betroffenen Patienten. Dies betrifft vor allem Menschen mit einem schlecht eingestellten Zucker!
  • Nierenerkrankungen mit deutlich reduzierter Nierenfunktion. Solche Patienten haben häufig viele Begleiterkrankungen, eine reduzierte Immunabwehr, eine Herzmuskelschwäche - also alles wiederum Risikofaktoren.
  • Ob und welche Art von Immunsuppression ein erhöhter Risikofaktor darstellt wird gerade untersucht. Es scheint so, dass eine milde Immunsuppression nur mit einem gering erhöhten Risiko für komplizierte Verläufe einhergeht. Und auch hier ist wieder alles abhängig von der möglichst normalen Funktion von Herz und Lunge.
28.06.2020

Antikörper-Spende von geheilten COVID-Patienten

Ein sehr vielversprechender Therapieansatz gegen COVID ist die sogenannte passive Immunisierung. Bei diesem Verfahren werden aus dem Blut geheilter Patienten Antikörper …

Ein sehr vielversprechender Therapieansatz gegen COVID ist die sogenannte passive Immunisierung. Bei diesem Verfahren werden aus dem Blut geheilter Patienten Antikörper ("Rekonvaleszentenplasma") gewonnen, welche erkrankten Patienten verabreicht werden um deren Heilung zu beschleunigen. Ein erworbener Schutz kann so quasi auf andere Patienten transplantiert werden.
Wie weiß man, dass man von COVID geheilt ist? Entweder durch ein positives Abstrichergebnis während man Krankheitssymptome aufwies oder durch einen positiven Antikörpernachweis.

Dieses therapeutische Verfahren ist auch bei anderen Erkrankungen seit Jahren ein gängiges Verfahren. Die Risiken für den Spender und den Empfänger sind dank modernster medizinischer Methoden minimal.

Eine ehrenamtliche Initiative aus Köln versucht, ein Netzwerk aus Spendern in Deutschland zu etablieren. So soll eine möglichst große Anzahl an Helfern aktiviert werden, um für möglichst viele Patienten Antikörper zur Verfügung stellen zu können.
Spender können sich auf dieser Webseite registrieren und werden dann an ein geeignetes lokales Spendezentrum weitergeleitet. Wir finden diese Initiative großartig und bitten möglichst viele geheilte Patienten, sich zu beteiligen!

28.06.2020

Ich bin positiv getestet - was ist zu beachten?

Bei einem positiven Test gilt folgendes: Eine strenge Selbstisolierung über mindestens 14 Tage ist erforderlich. Es existieren keine etablierten Behandlungsmethoden außerhalb der …

Bei einem positiven Test gilt folgendes:

  • Eine strenge Selbstisolierung über mindestens 14 Tage ist erforderlich.
  • Es existieren keine etablierten Behandlungsmethoden außerhalb der stationären Versorgung. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können antientzündliche Medikamente oder Paracetamol eingesetzt werden. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll, ebenso Ruhe. Es dauert einige Tage, bis die Symptome verschwinden.
  • In der Zeit der Quarantäne sollten keinerlei Kontakte zu anderen Menschen stattfinden.
  • Falls Sie medizinische Betreuung benötigen melden Sie sich bei uns. Wir klären dann, ob ein Telefonat, eine Videosprechstunde oder ein persönlicher Hausbesuch erforderlich ist.
  • Angehörige oder Mitbewohner von Infizierten sollten sich ebenfalls schützen, obwohl eine Übertragung im Haushalt nicht ausgeschlossen werden kann. Der Kontakt mit großen Erregermengen sollte unbedingt vermieden werden, weil in solchen Fällen aggressive, gefährliche Verläufe berichtet wurden. Also: dringend Abstand von hustenden oder niesenden Patienten halten!
  • Komplikationen treten meist ab dem 5. Tag der Infektion auf. Diese äußern sich vor allem durch das Symptom Luftnot, vor allem bei körperlicher Belastung. Sollte eine solche Luftnot auftreten und vor allem sollte sie sich im Verlauf verschlimmern kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt.
    Wichtige Informationen zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie hier: Informationen Quarantäne.
28.06.2020

Medikamente und/oder Impfung - wo stehen wir?

Es gibt einige vielversprechende Medikamente, welche in Studien gegen COVID-19 eingesetzt werden. Das Medikament Remdesivir ist zugelassen zur Behandlung von stationären Patienten …

Es gibt einige vielversprechende Medikamente, welche in Studien gegen COVID-19 eingesetzt werden. Das Medikament Remdesivir ist zugelassen zur Behandlung von stationären Patienten mit schweren COVID-Infektionen. Zudem gibt es Hinweise, dass hochdosiertes Cortison den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen kann. Die Entscheidung bezüglich dieser Therapien wird der behandelnde Krankenhausarzt zusammen mit Patienten und Angehörigen treffen.
Im ambulanten Sektor ist bislang keine Therapie zur Behandlung von COVID-Infektionen zugelassen.

Die Zulassung eines Impfstoffs ist trotz maximaler Anstrengungen und beschleunigter Verfahren erst frühestens Ende 2020 zu erwarten. Das Problem sind die Effektivitätstests und die Sicherheitsuntersuchungen, welche immer erforderlich sind, bevor ein Impfstoff für die breite Bevökerung empfohlen wird. Diese benötigen Zeit, weil große Mengen an Patienten an solchen Studien teilnehmen müssen. Kein Arzt will gesunden Menschen durch eine Impfung Schaden zufügen - und nicht zuletzt muss die Impfung schließlich eine stabile, sichere und nachweisbare Immunität bewirken, um die Pandemie entscheidend beeinflussen zu können.
Übrigens: wir sind auch gegen eine allgemeine Impfpflicht. Als Infektiologen erkennen wir aber in unserer täglichen Arbeit die unglaublichen medizinischen Erfolge moderner Impfungen. Wir sind deshalb große Impf-Unterstützer und empfehlen allen Patienten die Durchführung aller sinnvollen Impfungen - als Schutz für sich selbst und für das Umfeld!

08.05.2020

Sind HIV-Patienten durch COVID-19 besonders gefährdet?

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt …

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt > 350) und unterdrückter Viruslast KEIN erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf von COVID-19 aufweist.
Hier auch ein Link zur Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Es muss aber betont werden, dass die diesbezügliche Datenlage noch nicht ganz klar ist - wir hoffen zeitnah auf verbindliche Zahlen und Daten.

28.06.2020

Warum erkranken auch junge Patienten schwer und sterben?

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst …

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst ab dem 55. Lebensjahr an und wird deutlich höher, je älter die betroffenen Patienten sind.
Die Ursache für einen aggressiven Verlauf bei jungen Patienten ist wahrscheinlich eine übersteigerte Immunreaktion auf die Virusinfektion. Diese erzeugt eine sehr starke Entzündungsreaktion, welche die Lunge und den Kreislauf der Patienten stark strapaziert.
Warum manche Patienten diese starke Reaktion aufweisen ist unbekannt, ursächlich sind jedoch genetische Faktoren - das Immunsystem der Patienten ist also anlagebedingt für SARS-CoV-2 besonders "scharf gestellt".
Ein weiterer Risikofaktor sind große Mengen an Virus zum Zeitpunkt der Infektion. Das Personal im Gesundheitsbereich oder Angehörige von Erkrankten sind besonders gefährdet, da kranke Patienten die husten oder niesen häufig große Mengen an Erregern freisetzen. Es gilt also auch im Haushalt: bei symptomatischer Erkrankung Abstand halten!

29.03.2020

Was ist der Unterschied zwischen COVID-19 und der normalen Grippe?

Die neue Corona-Virusinfektion COVID-19 hat eine deutlich höhere Mortalität (Sterberisiko) als die normale Winter- oder Frühjahrsgrippe. An der normalen Grippe versterben …

Die neue Corona-Virusinfektion COVID-19 hat eine deutlich höhere Mortalität (Sterberisiko) als die normale Winter- oder Frühjahrsgrippe. An der normalen Grippe versterben durchschnittlich 0,1% der Betroffenen, die bisher ermittelte Mortalität an COVID-19 liegt bei ca 1%. Außerdem gibt es bisher nahezu keine Immunität in der Bevölkerung - deshalb sind fast alle Menschen gefährdet, die Infektion zu bekommen. Zuletzt ist das neue Virus SARS-CoV-2 deutlich ansteckender als das Grippevirus, ein Erkrankter kann also mehr Personen infizieren.

18.06.2020

Wie ist die Inkubationszeit der Infektion?

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne …

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne Fälle beschrieben, wo dieser Zeitraum kürzer (2 Tage) oder länger (14 Tage) ist.
Wichtig: die meisten Patienten entwickeln Symptome, in vielen Fällen allerdings nur leichte Atemwegssymptome. Es sind jedoch auch asymptomatische Verläufe beschrieben, wahrscheinlich bei ungefähr 25% der Patienten. Je jünger die Patienten, desto wahrscheinlicher ist ein asymptomatischer Verlauf.
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt ca 5 Tage vor Symptombeginn, ist am höchsten wenn die Symptome erstmals auftreten und dauert dann noch 5 bis 10 Tage an. Bei sehr schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung auch deutlich länger andauern.
Eine Quarantäne von 14 Tagen nach Symptomende scheint sicher genug zu sein, um sein Umfeld vor Infektion zu schützen!

30.03.2020

Wie kann sich SARS-CoV-2 verbreiten?

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen: Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an …

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen:

  • Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an Virus enthalten. Ein Patient mit Symptomen einer Atemwegsinfektion kann deshalb das Virus sehr leicht auf andere übertragen. Solche Tropfen gelangen über Hustenstöße oder Niesen bis zu einigen Metern weit um die infizierte Person herum.
  • Das SARS-CoV-2 kann sich aber auch über sogenannte Aerosole verbreiten. Das sind viel kleinere Partikel als die Hustentropfen. Im Aerosol ist wahrscheinlich weniger Virus enthalten, die kleinen Tröpfchen fliegen auch nicht so weit wie ausgehustete Partikel, aber sie können länger in der Luft verbleiben weil sie nicht so schwer sind. Aerosoltröpfchen sind wohl der Grund, warum Patienten schon einige Tage vor Symptombeginn ansteckend sind, weil sie schon durch tiefes Atmen oder Sprechen freigesetzt werden.
  • Der dritte Übertragungsweg sind Oberflächen. Erregerhaltige Tropfen oder Aerosol können sich auf Oberflächen niederschlagen und über die Hände kann dann eine Übertragung auf andere Personen erfolgen. Dies erfolgt über Anfassen des eigenen Munds, der Nase oder der Augen.
    Das Virus ist aufgrund seiner Hülle recht umweltstabil. Wenn die Tropfen nicht austrocknen, können solche Viren auf Oberflächen mehrere Stunden, manchmal sogar Tage ein Ansteckungsrisiko darstellen. Das ist der Grund für die Empfehlung, warum man sich häufig die Hände waschen soll - um eventuell aufgenommene Viruspartikel abzuwaschen. Dies macht vor allem Sinn, wenn man Gegenstände angefasst hat, die von vielen Menschen gleichzeitig benutzt werden, zum Beispiel Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufswagen. Es macht aber keinen Sinn, Desinfektionsmaßnahmen zu übertreiben - häufiges Händewaschen ist die sinnvollste Maßnahme!
28.06.2020

Wieviele Patienten mit COVID-19 - Infektion sind asymptomatisch?

Letztlich kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Gemäß aktueller Untersuchungen ist davon auszugehen, dass es sich um eine Anzahl von 5 - 30% der Gesamtzahl der …

Letztlich kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Gemäß aktueller Untersuchungen ist davon auszugehen, dass es sich um eine Anzahl von 5 - 30% der Gesamtzahl der Infizierten handelt. Neue amerikanische Daten deuten auf circa 25% asymptomatische Patienten hin. Je jünger die Patienten, desto wahrscheinlicher ist ein asymptomatischer Verlauf.
Viel mehr Patienten haben aber leichte Symptome, bemerken also durchaus die Infektion. Wichtig ist: die meisten Patienten sind vor Ausbruch von Atemwegssymptomen schon einige Tage (man schätzt bis zu 4 Tagen) ansteckend! Das ist wohl der Hauptgrund, warum COVID-19 sich so schnell ausbreiten konnte.