COVID-19

Aktuelle Informationen zum neuen Coronavirus aus unserer Praxis

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05.04.2020

Maßnahmen in unserer Praxis zum Schutz vor Ansteckung

Liebe Patienten! Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten u …

Liebe Patienten!

Wir bemühen uns, mittels verschiedener Änderungen unseres Arbeitsablaufs das Infektionsrisiko in unserer Praxis zwischen Patienten aber auch zwischen Patienten und Mitarbeitern auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

Hier unsere wichtigsten Maßnahmen:

  • Wir sorgen dafür, dass sich gleichzeitig möglichst wenige Personen in der Praxis aufhalten. Wir erreichen dies durch Absagen von nicht-dringenden Terminen, eine Einlasskontrolle und intelligente Verteilung der Patienten in unseren Räumlichkeiten.

  • In allen unseren Räumen und an den Zugangspunkten zur Praxis sind Desinfektionsmittel-Spender angebracht. Wir fordern alle Patienten auf, vor Betreten unserer Räume die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren.

  • Wir haben die Akut- und Terminpraxis vorübergehend umfunktioniert: in einen Trakt für Patienten ohne Erkältungssymptome und einen Trakt für Patienten mit solchen Symptomen. Da aufgrund aktueller Erkenntnisse weiterhin davon ausgegangen werden kann, dass die meisten COVID-Patienten Atemwegssymptome aufweisen und während dieser Zeit auch besonders ansteckend sind, ist eine Trennung von anderen Patienten sinnvoll.

  • Im Trakt für Patienten mit Erkältungssymptomen herrschen intensivierte Hygieneregeln, hier wird ständig vom Personal ein hochwertiger Mundschutz getragen, zwischen allen Patientenkontakten werden Räume und Gegenstände zusätzlich desinfiziert. Zudem wird hier strengstens darauf geachtet, dass in einem Raum gleichzeitig nur eine Mindestanzahl von Personen anwesend ist und somit der 2m Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann.

  • Akutpatienten bekommen vorab einen festen Sprechstundenplatz zugewiesen. Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch, dann erfahren Sie einen individuellen Zeitpunkt, zu der Sie in die Praxis kommen sollen. Wir können so die Patientenströme viel besser steuern und Ihre Wartezeit minimieren.

  • Patienten mit Symptomen, die verdächtig auf COVID sind, werden gebeten uns telefonisch zu kontaktieren. Sie bekommen einen Termin außerhalb der regulären Sprechzeiten zugewiesen. Diese Patienten werden sofort mit einem Mundschutz ausgestattet und ohne Wartezeit von einem Arzt betreut, der dann u.a. über die Durchführung eines Abstrichs entscheidet.

  • Unser Personal arbeitet durchgängig mit Mund-Nasen-Schutzmasken. Im Zusammenwirken mit unseren weiteren Maßnahmen entsteht hierdurch ein deutlich erhöhtes Schutzniveau. Dort, wo ein Abstand von über 2 Metern zwischen Menschen verwirklicht werden kann, dürfen die Masken abgenommen werden. Voraussetzung ist, dass keine Erkältungssymptome bei den Gesprächspartnern vorliegen.

  • Wir überprüfen täglich unsere Maßnahmen auf Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Wir haben zusätzliche regelmäßige Besprechungen im Team eingerichtet, um die Arbeit in der Praxis und den Infektionsschutz ständig optimieren zu können. Unsere ärztlichen Leiter bewerten die Lage der Situation u.a. angesichts der RKI-Meldungen täglich neu und setzen Anordnungen des Gesundheitsamts um. Wir stimmen uns zum Thema auch mit anderen infektiologischen Schwerpunktpraxen ab.

  • Vom Händeschütteln zur Begrüßung sehen wir derzeit selbstverständlich ab.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

30.03.2020

Antikörper-Tests auf COVID

Seit sehr kurzer Zeit sind serologische Tests auf COVID erhältlich. Mit diesen können Antikörper nachgewiesen werden, die sich nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SA …

Seit sehr kurzer Zeit sind serologische Tests auf COVID erhältlich. Mit diesen können Antikörper nachgewiesen werden, die sich nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 gebildet haben. Die Hoffnung ist, dass diese Antikörper eine Ausheilung der Infektion anzeigen - und gleichzeitig auch möglicherweise eine Immunität!
Aufgrund der Kürze der Zeit, in der diese Tests entwickelt wurden, gibt es allerdings noch offene Fragen:
Zum einen ist wohl nicht sicher, dass die nachgewiesenen Antikörper immer durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 gebildet werden. Auch andere Coronaviren können zu einer ähnlichen Antikörperbildung führen und der Test falsch positiv ausfallen. Das bezeichnet man als sogenannte Kreuzreaktion.
Zum anderen ist noch unklar, wie lange nach der Infektion gewartet werden muss, bis der Test durchgeführt werden kann. Aktuelle Empfehlungen sprechen von mindestens 10 Tagen nach Infektion. Und last but not least: wir wissen nicht sicher, ob die Antikörper eine schützende Immunität beweisen! Es ist also noch nicht abschließend geklärt, ob ein Patient mit diesen Antikörpern wirklich kein weiteres Mal an COVID-19 erkranken kann.
Aus diesen Gründen wird der Test aktuell noch nicht empfohlen, er wird auch noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.
Dennoch: die Testdurchführung kann sinnvoll sein um sich der Antwort auf die Frage einer durchgemachten Infektion anzunähern.
Unser kompetentes kooperierendes Labor bietet den Test an - wir können die entsprechende Blutabnahme bei uns durchführen. Wir hoffen auf zeitnahe wissenschaftliche Daten, die die oben genannten offenen Fragen beantworten werden!

29.03.2020

Ibuprofen als negativer Faktor?

Online hat man diese Information immer wieder gefunden: Die Einnahme von Ibuprofen soll den Verlauf von COVID-19 verschlimmern. Die wissenschaftliche Datenlage ist eindeutig: es …

Online hat man diese Information immer wieder gefunden: Die Einnahme von Ibuprofen soll den Verlauf von COVID-19 verschlimmern. Die wissenschaftliche Datenlage ist eindeutig: es gibt KEINE Daten, welche diese Vermutung/Beobachtung bestätigen. Es handelt sich mit extrem hoher Sicherheit um eine falsche Information oder falsche Schlussfolgerungen. Keines der üblichen antientzündlichen Medikamente (NSAIDS, also Ibuprofen, Aspirin, Naproxen, Diclofenac) scheint einen relevanten Einfluss auf den Verlauf von COVID-19 zu haben.

30.03.2020

Ich bin positiv getestet - was ist zu beachten?

Bei einem positiven Test gilt folgendes: Eine strenge Selbstisolierung über mindestens 14 Tage ist erforderlich. Es existieren keine etablierten Behandlungsmethoden. Gegen Kopf- …

Bei einem positiven Test gilt folgendes:

  • Eine strenge Selbstisolierung über mindestens 14 Tage ist erforderlich.
  • Es existieren keine etablierten Behandlungsmethoden. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen können antientzündliche Medikamente oder Paracetamol eingesetzt werden. Reichlich Flüssigkeitszufuhr ist sinnvoll, ebenso Ruhe. Es dauert einige Tage, bis die Symptome verschwinden.
  • In der Zeit der Quarantäne sollten keinerlei Kontakte zu anderen Menschen stattfinden.
  • Angehörige oder Mitbewohner von Infizierten sollten sich ebenfalls schützen, obwohl eine Übertragung im Haushalt nicht ausgeschlossen werden kann. Der Kontakt mit großen Erregermengen sollte unbedingt vermieden werden, weil in solchen Fällen aggressive, gefährliche Verläufe berichtet wurden. Also: dringend Abstand von hustenden oder niesenden Patienten halten!
  • Komplikationen treten meist ab dem 5. Tag der Infektion auf. Diese äußern sich vor allem durch das Symptom Luftnot, vor allem bei körperlicher Belastung. Sollte eine solche Luftnot auftreten und vor allem sollte sie sich im Verlauf verschlimmern kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt.
    Wichtige Informationen zur häuslichen Quarantäne erhalten Sie hier: Informationen Quarantäne.
29.03.2020

Medikamente und/oder Impfung - wo stehen wir?

Es gibt einige vielversprechende Medikamente, welche in Studien gegen COVID-19 eingesetzt werden. Der am häufigsten erwähnte und aussichtsreichste Kandidat ist das Medikament R …

Es gibt einige vielversprechende Medikamente, welche in Studien gegen COVID-19 eingesetzt werden. Der am häufigsten erwähnte und aussichtsreichste Kandidat ist das Medikament Remdesivir. Enttäuschend verliefen hingegen Tests mit HIV-Medikamenten. Bisher gibt es aber noch keine ausreichenden Daten, welche den Einsatz von bestimmten Medikamenten rechtfertigen. Angesichts der immensen Anstrengungen der weltweiten wissenschaftlichen Community rechnen wir aber innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten mit mehr Informationen.
Die Entwicklung eines Impfstoffs ist trotz maximaler Anstrengungen und beschleunigter Zulassung nicht realistisch vor 2021. Das Problem sind die Effektivitätstests und die Sicherheitsuntersuchungen, welche immer erforderlich sind, bevor ein Impfstoff für die breite Bevökerung empfohlen wird. Diese benötigen Zeit, weil große Mengen an Patienten an solchen Studien teilnehmen müssen. Kein Arzt will gesunden Menschen durch eine Impfung Schaden zufügen!

30.03.2020

Sind HIV-Patienten durch COVID-19 mehr gefährdet?

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt …

Aufgrund der derzeitigen Datenlage gehen wir mit hoher Sicherheit davon aus, dass ein Patient unter erfolgreicher HIV-Medikation mit ausreichend hohen Helferzellen (Anhaltspunkt > 350) und unterdrückter Viruslast KEIN erhöhtes Risiko für einen aggressiven Verlauf von COVID-19 aufweist.
Hier auch ein Link zur Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft

29.03.2020

Warum erkranken auch junge Patienten schwer und sterben?

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst a …

Es gibt Berichte von jungen Patienten, welche schwer an COVID-19 erkranken und sogar versterben. Es handelt sich um wenige Fälle! Das Risiko für Komplikationen und Tod steigt erst ab dem 55. Lebensjahr relevant an und wird höher, je älter die betroffenen Patienten sind.
Die Ursache für einen aggressiven Verlauf bei jungen Patienten ist wahrscheinlich eine übersteigerte Immunreaktion auf die Virusinfektion. Diese erzeugt eine sehr starke Entzündungsreaktion, welche die Lunge und den Kreislauf der Patienten stark strapaziert. Warum manche Patienten diese starke Reaktion aufweisen ist unbekannt, es sind jedoch wahrscheinlich genetische Faktoren - das Immunsystem der Patienten ist also anlagebedingt für SARS-CoV-2 besonders "scharf gestellt".
Ein weiterer Risikofaktor sind große Mengen an Virus zum Zeitpunkt der Infektion. Das Personal im Gesundheitsbereich oder Angehörige von Erkrankten sind besonders gefährdet, da kranke Patienten die husten oder niesen häufig große Mengen an Erregern freisetzen. Es gilt also auch im Haushalt, bei symptomatischer Erkrankung Abstand zu halten!

29.03.2020

Was ist der Unterschied zwischen COVID-19 und der normalen Grippe?

Die neue Corona-Virusinfektion COVID-19 hat eine deutlich höhere Mortalität (Sterberisiko) als die normale Winter- oder Frühjahrsgrippe. An der normalen Grippe versterben du …

Die neue Corona-Virusinfektion COVID-19 hat eine deutlich höhere Mortalität (Sterberisiko) als die normale Winter- oder Frühjahrsgrippe. An der normalen Grippe versterben durchschnittlich 0,1% der Betroffenen, die bisher ermittelte Mortalität an COVID-19 liegt bei ca 1%. Außerdem gibt es bisher nahezu keine Immunität in der Bevölkerung - deshalb sind fast alle Menschen gefährdet, die Infektion zu bekommen. Zuletzt ist das neue Virus SARS-CoV-2 deutlich ansteckender als das Grippevirus, ein Erkrankter kann also mehr Personen infizieren.

29.03.2020

Wer ist besonders gefährdet und warum?

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen. Vor allem ältere Pa …

Inzwischen sind einige Risikofaktoren identifiziert worden, welche besonders häufig mit einem gefährlichen, aggressiven Verlauf von COVID-19 einhergehen.
Vor allem ältere Patienten sind gefährdet. Es ist noch nicht ganz klar, warum das so ist. Man geht davon aus, dass die Heilungskapazität und die Organfunktion von älteren Patienten gegenüber jungen Patienten beeinträchtigt ist. Der wichtigste Faktor ist aber: Ältere Patienten leiden häufiger unter den Begleiterkrankungen, welche COVID-19 aggressiver machen.
Diese Begleiterkrankungen sind:

  • Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Fibrose - welche mit einer reduzierten Lungenfunktion einhergehen. Dies ist naheliegend, weil die Kapazität der Lunge durch die Infektion mit SARS-CoV-2 schneller an ihre Grenzen kommt. Ein gut behandeltes Asthma ist wahrscheinlich nur ein minimaler Risikofaktor. Raucher sind gefährdet - ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören!
  • Herzerkrankungen, welche mit reduzierter Herzleistung einhergehen. Eine solche Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden, zum Beispiel einem unbehandelten hohen Blutdruck, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (koronare Herzkerkankung) und einige mehr. Der Grund für den aggressiven Verlauf ist, dass SARS-CoV-2 nicht selten mit einer Beteiligung des Herzmuskels einhergeht, also direkt dadurch die Herzleistung weiter verschlechtern kann. Zudem sind Patienten mit einem schwachen Herz nicht so gut in der Lage, die Störungen in der Lunge durch die Infektion zu kompensieren.
  • Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor, wahrscheinlich wegen der verschlechterten Abwehrfunktion bei betroffenen Patienten. Dies betrifft vor allem Menschen mit einem schlecht eingestellten Zucker!
  • Nierenerkrankungen mit deutlich reduzierter Nierenfunktion. Solche Patienten haben häufig viele Begleiterkrankungen, eine reduzierte Immunabwehr, eine Herzmuskelschwäche - also alles wiederum Risikofaktoren.
  • Ob und welche Art von Immunsuppression ein erhöhter Risikofaktor darstellt wird gerade untersucht. Es scheint so, dass eine milde Immunsuppression nur mit einem gering erhöhten Risiko für komplizierte Verläufe einhergeht. Und auch hier ist wieder alles abhängig von der möglichst normalen Funktion von Herz und Lunge.
01.04.2020

Ist der Einsatz von Gesichtsmasken sinnvoll?

Eine korrekt verwendete Gesichtsmaske kann das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 verringern. Das Problem hierbei: die dafür erforderlichen Masken mit FFP2 oder FFP3-Masken …

Eine korrekt verwendete Gesichtsmaske kann das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 verringern. Das Problem hierbei: die dafür erforderlichen Masken mit FFP2 oder FFP3-Masken liegen sehr dicht auf, das Atmen damit ist sehr beschwerlich. Die Verwendung über längere Zeiträume ist also extrem unangenehm. Einfache Schutzmasken sind wahrscheinlich nur wenig effektiv, weil sie an den Seiten nicht dicht genug sind.
Gesichtsmasken sind deshalb vor allem wichtig zum Schutz von medizinischem Personal - weil diese Personen häufig mit infizierten und ansteckenden Menschen zu tun haben und weil bei kranken Personen große Erregermengen freigesetzt werden.
Außerdem sollten Masken von Patienten mit Atemwegssymptomen getragen werden, da das Risiko der Verbreitung der Erreger über Husten oder Niesen in die Umgebung dadurch reduziert wird.
Letztlich sind Masken guter Qualität aktuell fast nirgendwo erhältlich - und sie sollten für Hochrisikopersonen reserviert werden, also das Gesundheitspersonal oder besonderes gefährdete Personen (ältere und vorerkrankte Personen). Eine generelle Verwendung von Atemmasken für die Bevölkerung kann deshalb nicht empfohlen werden. Falls individuell gewünscht und vorhanden, können Masken natürlich in Risikosituationen mit anderen Personen (Einkaufen, Pendeln in öffentlichen Verkehrsmitteln) getragen werden.
Aufgrund der Tatsache, dass viele Patienten keine Symptome entwickeln mag der entscheidende Faktor bei Gesichtsmasken sein, dass diese Patienten ihre eigene Infektion weniger wahrscheinlich weitergeben können, wenn Sie Masken tragen. Die Masken schützen also möglicherweise eher die Umgebung und weniger stark den Träger selbst!
Zur Verringerung des Übertragungsrisikos sind die Abstandsregeln allerdings viel wichtiger!

30.03.2020

Wie ist die Inkubationszeit der Infektion?

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne …

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Infektion und dem Ausbruch von Symptomen. Bei SARS-CoV-2 liegt diese Zeit meist bei 4-5 Tagen. Es sind jedoch auch einzelne Fälle beschrieben, wo dieser Zeitraum kürzer (2 Tage) oder länger (14 Tage) ist.
Wichtig: die meisten Patienten entwickeln Symptome, in 85% nur leichte Atemwegssymptome. Es sind jedoch auch asymptomatische Verläufe beschrieben.
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt ca 5 Tage vor Symptombeginn, ist am höchsten wenn die Symptome erstmals auftreten und dauert dann noch 5 bis 10 Tage an. Bei sehr schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung auch deutlich länger andauern.
Eine Quarantäne von 14 Tagen nach Symptomende scheint sicher genug zu sein, um sein Umfeld vor Infektion zu schützen!

30.03.2020

Wie kann sich SARS-CoV-2 verbreiten?

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen: Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an V …

Die Übertragung kann auf mehreren Wegen erfolgen:

  • Zum einen bilden sich beim Husten oder Niesen Sekrettropfen, welche wahrscheinlich sehr ansteckend sind, weil sie große Mengen an Virus enthalten. Ein Patient mit Symptomen einer Atemwegsinfektion kann deshalb das Virus sehr leicht auf andere übertragen. Solche Tropfen gelangen über Hustenstöße oder Niesen bis zu einigen Metern weit um die infizierte Person herum.
  • Das SARS-CoV-2 kann sich aber auch über sogenannte Aerosole verbreiten. Das sind viel kleinere Partikel als die Hustentropfen. Im Aerosol ist wahrscheinlich weniger Virus enthalten, die kleinen Tröpfchen fliegen auch nicht so weit wie ausgehustete Partikel, aber sie können länger in der Luft verbleiben weil sie nicht so schwer sind. Aerosoltröpfchen sind wohl der Grund, warum Patienten schon einige Tage vor Symptombeginn ansteckend sind, weil sie schon durch tiefes Atmen oder Sprechen freigesetzt werden.
  • Der dritte Übertragungsweg sind Oberflächen. Erregerhaltige Tropfen oder Aerosol können sich auf Oberflächen niederschlagen und über die Hände kann dann eine Übertragung auf andere Personen erfolgen. Dies erfolgt über Anfassen des eigenen Munds, der Nase oder der Augen.
    Das Virus ist aufgrund seiner Hülle recht umweltstabil. Wenn die Tropfen nicht austrocknen, können solche Viren auf Oberflächen mehrere Stunden, manchmal sogar Tage ein Ansteckungsrisiko darstellen. Das ist der Grund für die Empfehlung, warum man sich häufig die Hände waschen soll - um eventuell aufgenommene Viruspartikel abzuwaschen. Dies macht vor allem Sinn, wenn man Gegenstände angefasst hat, die von vielen Menschen gleichzeitig benutzt werden, zum Beispiel Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einkaufswagen. Es macht aber keinen Sinn, Desinfektionsmaßnahmen zu übertreiben - häufiges Händewaschen ist die sinnvollste Maßnahme!
29.03.2020

Wie verläuft die Diagnostik auf COVID-19?

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19: Bei aktuellen Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und …

Es gibt zwei Sorten von diagnostischen Maßnahmen bei Verdacht auf COVID-19:

  1. Bei aktuellen Symptomen (Atemwegssymptomen wie Husten, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen) kann bei Ansteckungsverdacht ein Nasen-/Rachenabstrich sinnvoll sein. Mittels dieser sogenannten PCR-Untersuchung kann das Virus direkt nachgewiesen werden. Da das Virus nur ausgeschieden wird, wenn man aktuell erkrankt ist, macht der Abstrich also vor oder nach Infektion keinen Sinn! Er wird eingesetzt bei symptomatischen Patienten oder zur Klärung der Ansteckungsfähigkeit z.B. bei medizinischem Personal.
  2. Seit kurzer Zeit ist eine serologische Untersuchung verfügbar, welche Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen kann. Dieser Test zeigt also an, ob man eine Infektion durchgemacht hat. Wahrscheinlich sind Patienten nach Infektion immun gegenüber dem Virus - deshalb ist ein positiver Antikörpernachweis ein Hinweis auf eine solche Immunität. Der Test macht frühestens Sinn ab dem 10. Tag nach dem Auftreten von Atemwegssymptomen, da der Körper etwas Zeit für die Antikörperbildung benötigt. Aktuell werden die Kosten für den Test noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, das Labor stellt dafür ca 46 Euro in Rechnung.
    Aufgrund der Schnelle der Entwicklung dieses Tests sind die Ergebnisse nicht so genau überprüft, wie das bei anderen medizinischen Tests üblich ist. Wir gehen aber von einer hinreichend guten Genauigkeit aus.
01.04.2020

Wieviele Patienten mit COVID-19 - Infektion sind asymptomatisch?

Letztlich kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Gemäß aktueller Untersuchungen ist davon auszugehen, dass es sich um eine Anzahl von 5 - 30% der Gesamtzahl der I …

Letztlich kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Gemäß aktueller Untersuchungen ist davon auszugehen, dass es sich um eine Anzahl von 5 - 30% der Gesamtzahl der Infizierten handelt. Neue amerikanische Daten deuten auf 25% asymptomatische Patienten hin.
Viel mehr Patienten haben aber leichte Symptome, bemerken also durchaus die Infektion. Wichtig ist: die meisten Patienten sind vor Ausbruch von Atemwegssymptomen schon einige Tage (man schätzt bis zu 5 Tagen) ansteckend! Das ist wohl der Hauptgrund, warum COVID-19 sich so schnell ausbreiten konnte.

29.03.2020

Übersicht über Coronavirus / COVID-19

Liebe Patienten der Praxis am Ebertplatz! Wir haben einige Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Sie zusammengestellt. Die Grundlagen für diese Informationen können sich au …

Liebe Patienten der Praxis am Ebertplatz!

Wir haben einige Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Sie zusammengestellt. Die Grundlagen für diese Informationen können sich aufgrund der Aktualität der Lage schnell ändern - bitte beachten Sie, dass wir alle täglich neues über das Virus und die Krankheit COVID lernen.

ANSTECKUNG:

  • Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion. Diese kann direkt zwischen Menschen stattfinden oder über z.B. ausgehustete oder ausgeatmete Tröpfchen über Oberflächen erfolgen.
  • Das Ansteckungsrisiko ist insgesamt hoch, es gilt: je näher der Kontakt, desto höher das Risiko.
  • Ansteckend sind Patienten nach aktuellen Erkenntnissen bereits einige Tage vor Symptombeginn, während sie Symptome haben, sowie in den meisten Fällen bis zu 7 Tagen danach. Bei schweren Erkrankungen kann die Virusausscheidung bis zu 14 Tagen nach Symptomende andauern.

VERLAUF:

  • Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Symptombeginn liegt bei durchschnittlich 5 Tagen, selten sind aber auch Zeiträume von 3 bis 12 Tage beschrieben.
  • Wahrscheinlich entwickeln die meisten Patienten Symptome einer tiefen Atemwegsinfektion mit Husten, Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.
  • Die Symptome dauern meist 7 bis 10 Tage an.
  • Mindestens 80% der Infektionen verlaufen mild mit nur leichten Symptomen und ohne relevante gesundheitliche Folgen.
  • Selten entwickeln sich an Tag 5 bis 7 nach Symptombeginn zunehmende Luftnot und verstärkter Husten. Dies kann auf gefährliche Komplikationen hindeuten. In diesem Fall ist meist ein stationärer Aufenthalt erforderlich.
  • Es kann bislang nicht beantwortet werden, wieviele Infektionen mit minimalen Symptomen oder gar asymptomatisch verlaufen.

KOMPLIKATIONEN:

  • Im Verlauf der SARS-CoV-2 - Infektion können sich Komplikationen entwickeln. Gefährdet für diese Komplikationen sind vor allem Patienten im höheren Lebensalter UND mit Grunderkrankungen.
  • Relevante Grunderkrankungen sind: schwere Herz- oder Lungenerkrankungen, schwere Nierenfunktionsstörungen, Diabetes. Eine erfolgreich behandelte HIV-Infektion ist nach bisherigem Wissen kein relevanter Risikofaktor.
  • Die Gefährdung für Komplikationen steigt ab dem 55. Lebensjahr an.

DIAGNOSTIK:

  • Ein Abstrich wird durchgeführt, wenn Symptome einer Atemwegsinfektion vorliegen, die typischerweise mit einer COVID-19 Erkrankung einhergehen (konkret: Husten und Fieber).
  • Außerdem kann ein Abstrich gemacht werden, wenn ungewöhnliche Symptome vorliegen oder die berufliche oder persönliche Situation des Patienten eine entsprechende Diagnostik erforderlich macht (z.B. kranke, alte Angehörige im gleichen Haushalt, medizinisches Personal).
  • Ein Abstrich ist bei asymptomatischen Patienten im Allgemeinen nicht sinnvoll.
  • Ein Abstrich sagt nichts darüber aus, ob in der Vergangenheit eine Infektion stattgefunden hat, durch den Abstrich kann nur eine aktuelle Erkrankung nachgewiesen werden. Deshalb ist die Durchführung eines Abstrichs nach Symptomende nicht sinnvoll.
  • Das Abstrichergebnis liegt nach ca 24 Stunden vor. Das Ergebnis ist sehr zuverlässig sofern der Abstrich zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wurde, also während Symptome vorlagen.
  • Ein Antikörpertest, welcher eine durchgemachte/ausgeheilte Infektion anzeigt, ist in Vorbereitung.
  • Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

THERAPIE:

  • Die Therapie der Infektion ist die Selbstisolierung des Patienten und symptomatische Maßnahmen wie Fieber senken, Flüssigkeitszufuhr, Ruhe.
  • Die Selbstisolierung sollte bei starkem Krankheitsverdacht oder bestätigtem Nachweis über die Dauer von 14 Tagen erfolgen - in jedem Fall aber nach Ende der Symptomatik noch weitere 7 Tage.
  • In dieser Zeit sollten ALLE zwischenmenschlichen Kontakte vermieden werden.
  • Ein Arzt muss nur hinzugezogen werden, wenn im Verlauf der Infektion eine Zunahme von Luftnot oder andere immer stärker werdende Krankheitszeichen auftreten. In diesem Fall ist meist die Vorstellung in der Notaufnahme eines Krankenhauses erforderlich.
  • Aktuell kann keine medikamentöse Therapie empfohlen werden, entsprechende Studien laufen aber und werden hoffentlich zeitnah Ergebnisse bringen.

Sprechen Sie uns an, wenn Fragen bestehen!
Sehr gute Informationen finden Sie auf der Homepage des Robert Koch Instituts z.B. hier

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COVID-19 / SARS-CoV2

Liebe Patienten,
wir versorgen Patienten mit Verdacht auf SARS-CoV-2 Infektion (COVID-19) in unserer Praxis und führen auch entsprechende Abstriche und Blutabnahmen durch.
Falls Sie sich als Verdachtsfall einstufen (z.B. wegen Symptomen oder wegen eines Kontakts zu Erkrankten): Sie erleichtern uns unsere Arbeit wenn Sie sich vorher telefonisch anmelden - wir können Ihnen dann einen festen Warteplatz für die Beratung und ggf. Abstrichentnahme zuweisen. Durch getrennte Wartebereiche und deutliche Verringerung der Anzahl von Patienten, die sich gleichzeitig in der Praxis aufhalten, können wir die Gefahr einer Ansteckung in unserer Praxis für andere Patienten verringern. Hier mehr Informationen, auf welche Weise wir Ihr Infektionsrisiko bei uns auf ein absolutes Mindestmaß reduzieren.
Für Rückfragen stehen wir telefonisch zur Verfügung. Informationen zur Coronavirus-Pandemie erhalten Sie auch unter 116 117 oder unter 0211 - 9119 1001


Dear patients,
we perform diagnostic tests concerning the new coronavirus SARS-CoV2 in cases of suspected infection (COVID-19). Our physicians can offer competent counsel and medical care regarding this subject. If you have severe symptoms of disease like a high fever, cough and/or shortness of breath please call us before coming to our Praxis. This way, we'll be able to assign a waiting slot for you in order to protect other patients from infection. We offer separate waiting sections for infectious and non-infectious patients and we've reduced the number of patients present - the risk of contracting disease in our Praxis is therefore reduced.
Give us a call if you have any further questions. You can also get advice on the coronavirus pandemic by calling phone numbers 116 117 or 0211 - 9119 1001.